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GAK - Fördergelder

Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes

• Jeder Betrieb muss seit 2014 selbst einen zweistufigen Antrag stellen. Zuerst den Antrag auf Genehmigung des „vorzeitigen Vorhabenbeginns“ für das nächste Kalenderjahr, dann den Hauptantrag auf Gewährung und Auszahlung der Fördermittel für das laufende Jahr. Zur Vereinfachung der Antragstellung werden beide Antragsformulare vom Kontrollverband schon mit den Daten Ihres Betriebes befüllt und Ihnen zugestellt, sodass Sie die Anträge nur noch unterschreiben und zusammen an die Landwirtschaftskammer schicken müssen.

• Die Auszahlung der Fördermittel erfolgt weiterhin über den Kontrollverband. Das Fördervolumen beträgt ca. 1,3 Mio. Euro für ganz Niedersachsen, aufgeteilt auf die Betriebe mit Antragstellung, d.h. ca. 1,70 € pro Kuh und Jahr.

• Mit den beiden Antragsformularen erhalten Sie eine Jahresrechnung für die Datenerhebung Gesundheit und Robustheit in doppelter Ausführung. Mit dieser Rechnung weist der Kontrollverband der Landwirtschaftskammer gegenüber nach, dass die Maßnahmen durchgeführt wurden und Sie die Förderung erhalten haben. Bitte überweisen Sie den angegebenen Betrag nicht, er wird über Ihre monatliche Beitragsrechnung einbehalten. Im Gegenzug werden Ihnen die Gesamtkosten der Maßnahmen zur Verbesserung der Gesundheit und Robustheit abzüglich der Verwaltungskosten über einen Beitragsnachlass erstattet, sodass die Milchleistungsprüfung für Sie durch die Förderung insgesamt günstiger wird.

• Gefördert werden Maßnahmen zur züchterischen Verbesserung der Gesundheit und Robustheit, bestehend aus sechs Merkmalskomplexen:

o Stoffwechselstabilität, Eutergesundheit, Robustheit, Fruchtbarkeit, Nutzungsdauer und Hornlosigkeit.

o Zur Stoffwechselstabilität gehören der Fett-Eiweiß-Quotient und der Harnstoffgehalt der Milch.

o Zur Eutergesundheit gehören die Zellzahl und das Auftreten von Mastitis. Eine zusätzliche Erhebung von klinischen Mastitisfällen ist nicht gefordert, die erweiterte Auswertung von Zellzahlen bzw. Zellzahlverläufen reicht aus.

o Zur Robustheit gehören die Exterieurbeurteilung und der Geburtsverlauf. Die Exterieurbeurteilung erfolgt, wie gehabt, stichprobenartig durch die Zuchtverbände. Auch der Geburtsverlauf wird wie bisher erfasst.

o Zur Fruchtbarkeit gehören das Erstkalbealter, die Zwischenkalbezeit, die Anzahl Kalbungen und die Totgeburtenrate. Auch hier erfolgt die Erfassung wie gehabt.

o Die Nutzungsdauer wird von den Rechenzentren ermittelt und an die Zuchtverbände übermittelt.

o Für die Hornlosigkeit reicht zunächst die Dokumentation durch die Zuchtverbände aus. Es ist aber im Gespräch, dass die Zuchtverbände den Kontrollverbänden mitteilen, welches Kalb genetisch hornlos erwartet wird und dies dann durch die Leistungsprüfer vor Ort nachgefragt wird.